Zur Geschichte Nigers Es wird vermuted, dass mit Beginn der einsetzenden Wüstenbildung, vor allem ab ca. 3.000 v.Chr., eine endlose Völkerwanderung einsetzte und von Norden her immer mehr Weissafrikaner (Tuareg und Fulbé) in die Siedlungsgebiete der negro-afrikanischen Völker vordrangen und diese immer weiter in den Urwald, d.h. in deren heutige Lebensräume in Westafrika verdrängten. Dem negriden Volk der Haussa gelang es auf dem Gebiet des heutigen Niger mehrere Stadtstaaten zu errichten, die sich zu mächtigen Handels- und Wirtschaftszentren entwickelten. Im 19. Jahrhundert waren diese einst bedeutende Reiche bereits zerfallen und untereinander zerstrittene Tuareg-Völker beherrschten das Gebiet zwischen dem Fluss Niger und dem Tschad-See. In den Jahren von 1897 bis 1899 wurde Niger von Frankreich besetzt. Am 3.8.1960 erhielt das Land seine Unabhängigkeit und wurde zur Republik Niger. |