Zur Geschichte Westafrikas Noch vor 200 Jahren war Afrika für die Europäer eine unerforschte Wildnis. Als erster Europäer machte der deutsche Historiker, Geograph und Naturforscher Heinrich Barth um 1856 auf die reiche Geschichte und Kultur der schwarzafrikanischen Völker aufmerksam. Seine Quellen waren Aufzeichnungen arabischer Geschichtsschreiber, die er in Timbuktu fand. Zu jener Zeit unterhielten die Araber bereits seit weit mehr als 1.000 Jahren enge Handelsbeziehungen zu dem souveränen Schwarzafrika. Frühe Handels- und Königreiche hatten sich in Westafrika bereits ab dem 5. Jh. n. Chr. entwickelt. Zu ihnen zählen Ghana, Mali, Songhay, die Bambara-Reiche, die Foulbé-Staaten, die Königreiche Mossi, Ashanti, Dahomey und Yorouba. Später zerschlugen Kolonialmächte diese Staaten, versklavten und deportierten deren Völker, beuteten das Land aus. Jede Eigenständigkeit wurde unterdrückt. Trotz 40 Jahre politischer Freiheit gab es seither nie mehr eine wirtschaftliche Unabhängigkeit. |