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OR SpecialTour Mali - Musikfestival bei Timbuktu


Mit dem Dogonland, Djenné und Nord-Burkina Faso


Teilnehmer: 7 bis 12 - 17 Tage

Karte

Auf einen Blick: Diese Reise beginnt und endet in Niamey, Niger. Dadurch bereisen wir den kaum bekannten östlichen Nigerbogen zwischen Niamey, Gao und Timbuktu. Zentraler Teil der Reise ist die legendäre Wüstenstadt Timbuktu und dort westlich das schon mehrfach durchgeführte Musik-Festival "Essakane", vor allem mit malischen und internationalen Musikern.

Die Musikszene von Mali ist vielen durch die CD "Desert Blues" und den international bekannten Ali Farka Touré schon bekannt. Sie ist ebenso vielfältig wie die unterschiedlichen Ethnien dieses faszinierenden Landes. Wir erleben hier afrikanischen Jazz ebenso wie traditionelle Musik der Tuareg und Peulh. Einzigartig ist das "Amphitheater" 70 km westlich von Timbuktu: es besteht aus Sanddünen, die nachts von Kerzen erleuchtet sind.

Auf dem Weg nach Timbuktu passieren wir das "Monument Valley" von Mali mit riesigen Inselbergen. Nach dem Festival besuchen wir Mopti und Djenné, dann das Dogonland mit urwüchsigen Dörfern an steilen Felswänden. Als "Zugabe" führt die Rückreise durch Burkina Faso nach Niger: wir sehen mächtige Baobabs (Affenbrotbäume), passieren idyllische Dörfer und erkunden die quirlige Hauptstadt Ouagadougou des sympathischen Landes. Von dort aus geht es zurück nach Niamey, Niger. Am letzten Tag gehen wir auf "Giraffen-Safari". Am Niger kann die Reise noch auf dem Niger-Fluß und im W-Nationalpark verlängert werden.

Die Fahrt von Niamey nach Gao entlang des Niger-Flusses ist schon ein Erlebnis für sich. Bei Hombori ragt der "Zuckerhut" mit einer benachbarten Felsnadel über 1.150 m hoch in den Himmel: "Die Hand der Fatima". Während der weiteren 140 km ähnelt die Landschaft mit ihren Tafel- und Inselbergen dem Monument Valley in Arizona.

Timbuktu ist ein Mythos. Wir wissen, daß die einstige Pracht längst dahin ist, aber die Stadt ganz aus Lehm, mit alten Moscheen und vielen Heiligen ist dennoch faszinierend. Trotz der vielen Touristen sind die Menschen hier von unaufdringlicher Freundlichkeit.

Das Musik-Festival vom 7. - 9. Januar ist beim Tuareg-Dorf Essakane, ca. 70 km Sandpiste westlich von Timbuktu. Es kommen Dutzende von Musikern und einige Tausend Gäste. Wer will, kann die Stimmung und die Musik hier bis morgens um drei genießen; um anderen mehr Schlaf zu bieten, werden wir einige Kilometer weiter unser eigenes Camp aufbauen.

Ali Farka Touré wird wahrscheinlich wieder mitmachen, wie im Januar 2004; das Programm wird bis zum Herbst festgelegt sein. 2004 kamen u.a. weiterhin aus Mali Salif Keita, Habib Koité und die Gruppe Tinariwen; aus Mauretanien Dimi Mint Abaa, weiterhin Lo´Jo aus Frankreich, Robert Plant aus England, Black Fire aus den USA und noch viele andere afrikanische Musiker.

Wir erholen uns anschließend während einer zweitägigen Fahrt auf dem Niger und besuchen Mopti, das "Venedig Afrikas" mit seinem großen Binnenhafen. Die alte Stadt Djenné auf einer Flußinsel besticht mit der schönsten und größten Lehm-Moschee des Sahel und bietet eine intakte Altstadt.

Im Dogonland verlassen wir die ausgetretenen Pfade, erkunden im Norden an der Steilwand und an gegenüberliegenden Felsen Dörfer, die kaum jemand besucht - unter anderem das schönste Dorf im Dogonland.

Zum Schluß fahren wir durch Burkina Faso, das "Land der Unbestechlichen". Tatsächlich will hier niemand ein "cadeau" (Geschenk) - weder Polizisten (wie in Mali), noch Kinder, wie in Niger und Mali. Die Menschen sind hier hilfsbereit und freundlich: ein schöner Abschluß dieser interessanten Reise.

Reiseverlauf

1. - 2. Tag / 03. - 04.01.: Niamey - Grenzgebiet Mali (ca. 250 km)

Um 14 Uhr Flug von Frankfurt nach Casablanca und nachts weiter nach Niamey. Nach Ankunft (gegen 4 Uhr) Schlaf von einigen Stunden in einem zentralen Hotel. Gegen 11 Uhr verlassen wir das Dorf, durchqueren Niamey und fahren 210 km auf einer guten Asphaltstraße nach Ayorou; Mittagsrast unterwegs (kalte Küche, z.B. Nudelsalat).
Gleich hinter Ayorou erledigen wir die Ausreiseformalitäten; dahinter beginnen gut 40 Kilometer "Niemandsland" und eine sandig Naturpiste. Wir suchen uns ein querlaufendes Wadi (sandiges Trockental) und essen hier abseits der Piste am Feuer.

3. Tag / 05.01.: Gao - Douentza (ca. 500 km)

Für die Einreise und die Paßkontrolle in Mali sind etwa zwei Stunden Geduld einzuplanen; dann fahren wir auf guter, breiter Piste etwa 100 km nach Ansongo. Diese Strecke (und weitere 95 km nach Gao) entlang des Niger ist sehr reizvoll. Große Bäume wachsen am Fluß, Termitenhügel stehen wie Champignons in der Savanne, Hirten tränken am Niger ihre Rinderherden. Dunkle Felshügel kontrastieren mit hellen Sanddünen und Dumpalmen.
Gao mit seinen etwa 60.000 Einwohnern besteht überwiegend aus breiten Naturstraßen und großen Lehmhäusern mit arabischem Flair; hier leben vor allem Sonrai und Tuareg. Einst prächtige Kolonialbauten aus französischer Zeit verfallen langsam im Zentrum, ebenso wie das einstige Prachthotel Atlantide.
Im eindrucksvollen Lehmgrabmal von 1495 ruht der Sonrai-Herrscher Askia Mohamed. Zu seiner Zeit hatte Gao 70.000 Einwohner und war mächtiger als Timbuktu.
Mit der Fähre geht es auf die andere Flußseite und auf guter Asphaltstraße über Doro und Gossi (160 km) weitere 85 km nach Hombori. Bei Doro befindet sich ein Reservat für die letzten, große Elefantenherde Westafrikas von etwa 900 Tieren, die von Norden nach Süden und umgekehrt wandern. Westlich von Hombori ragt der "Zuckerhut" mit einer benachbarten Felsnadel über 1.150 m hoch in den Himmel: "Die Hand der Fatima". Vor allem dieser Berg der 150 km langen Felskette zieht immer wieder Freeclimber an.
Die Weiterfahrt nach Douentza ist aufgrund der interessanten Landschaft entsprechend kurzweilig. Abendessen und Camp (großes Gemeinschafts- oder individuelles Zelt, gute Duschen und sanitäre Anlagen, Bar) bei "Chez Jérôme", einem Franzosen mit Afrika-Erfahrung seit den 60er Jahren.

4. Tag / 06.01.: Douentza - Timbuktu - bei Essakane (ca. 320 km)

Wir verlassen die Asphaltstraße gen Norden, vorbei an weiteren großen Inselbergen. Die meist breite Piste nach Norden (250 km zum Niger) ist teilweise von Lastwagen ausgefahren und nach Norden hin sandig; sie führt durch überwiegend öden Sahel mit magerem Bewuchs von Dornakazien.
Mit einer der stündlich verkehrenden Fähren geht es auf die andere Seite des Niger - er ist hier im Januar noch so breit, daß man das gegenüber liegende Ufer nicht sieht. Wir erreichen den kleinen Ort Karioumé und erreichen ca. 20 km später die legendäre Stadt Timbuktu. Der Reiseschriftsteller Bruce Chatwin schrieb über Timbuktu: "Das Wort ist eine Losung, eine rituelle Formel, einmal gehört und nie wieder vergessen... ein Symbol für das Ende der Welt".
Wir unternehmen heute nur einen kurzen Rundgang, während die Fahrzeug betankt und noch Lebensmittel gekauft werden. Dann geht es auf eine sandige Piste 70 km nach Westen: über helle und flache Dünen bis zum kleinen Tuareg-Dorf Essakane. In der Nähe kontrastieren Sanddünen mit dürren Akazienwäldern und geröllbedeckten Tafelbergen. Der schönste kleine Erg (Sanddünen-Gebiet) ist auch an diesem Wochenende wieder die Kulisse für das Musik-Festival. Es wird eine Tribüne mit Flutlicht aufgebaut, die Zuschauer sitzen in den Dünen. Nebenan bildet sich ein "Heerlager" aus Zelten, und Allradfahrzeugen. Es kommen auch viele Tuareg-Gruppen und Händler; von der Wassermelone bis zum Silberschmuck kann man hier vieles kaufen.
Wir schließen Kontakte mit Zuschauern, Musikern und auch internationalen Besuchern. Unser Zelt-Camp bauen wir etwas abseits auf, um auch Ruhe zu haben und unter uns zu sein; von hier ist man zu Fuß in etwa einer Viertelstunde an der Tribüne.

5. - 6. Tag / 07. - 08.01.: Musik-Festival

Die Musikvorführungen beginnen gegen 18 Uhr; nachts ist die Stimmung in den Dünen (mit Kerzen) besonders romantisch. Die Musik-Darbietungen enden gegen drei Uhr morgens. Wer möchte, kann sich an den zwei Vormittagen an kleinen Wanderungen in der abwechslungsreichen Umgebung beteiligen. Es ist auch kurzweilig und interessant, durch das "Heerlager" zu streifen und neue Menschen kennen zu lernen.

7. Tag / 09.01.: Essakane - Timbuktu (ca. 70 km)

Heute Morgen fahren wir nach Timbuktu zurück; es beginnt der eher entspannende Teil der Reise mit wenig Fahrerei.
Die Pracht von Timbuktu ist seit Jahrhunderten dahin, aber die Stadt ganz aus Lehm ist bis heute eindrucksvoll - zudem sehr sauber und vom Bürgermeister gut organisiert. Es ist eine Stadt, die durch ihren Existenzwillen beeindruckt: eigentlich dürfte es sie gar nicht mehr geben.
Besuch der Altstadt (mit Lehmhäusern der Forscher, u.a. von Heinrich Barth), der Bibliothek, der Lehm-Moschee Djinger Ber und des Kunsthandwerkszentrums. Abendessen und Übernachtung in einem guten Hotel von Timbuktu.

8. Tag / 10.01.: Timbuktu - Douentza (240 km)

Der Vormittag ist noch ganz der alten Stadt Timbuktu gewidmet. Dann setzen wir über den Niger-Fluß mit einer Fähre und fahren auf einer zunächst sehr sandigen, dann festeren Piste direkt nach Süden bis Douentza. Hier werden wird uns wieder beim Camping bei Gérôme einrichten.

9. Tag / 11.01.: Douentza - Mopti (190 km)

Fahrt nach Westen; bei Konna erreichen wir den Niger. Wir erkunden wir Mopti, das "Venedig Westafrikas": im quirligen Hafen des Niger-Binnendeltas fahren ständig neue Flußboote ein, die Pinassen. Sie sind meist bunt bemalt, entladen Trocken- und Räucherfisch, auch die berühmten Salzplatten aus dem fernen Taoudeni, 900 km nördlich von Timbuktu. Wir besuchen die alte Lehm-Moschee und den sehr interessanten Handwerkermarkt; die Holzdecken aus der Kolonialzeit im Marktgebäude sind beachtenswert. Hier findet man ein riesiges Angebot an Kunst und Handwerk, an Stoffen, Decken, Masken, Statuen, Kalebassen und Schmuck.
Im Hafen- und Marktviertel erleben wir pralles afrikanisches Leben und genießen von der Bar "Le Bozo" bei einem kühlen Drink den Sonnenuntergang am belebten Hafen. Übernachtung in Sévaré in einem sauberen, klimatisierten Hotel mit schönem Garten. Abendessen in einem guten afrikanischen Restaurant, z.B. Brochettes mit Capitaine, dem schmackhaften Fisch aus dem Niger.

10. Tag / 12.01.: Sevaré - Djenné - Bandiagara (310 km)

Frühe Abfahrt (gute Asphaltstraße) nach Djenné mit der berühmten Moschee, dem größten Lehmbauwerk der Welt. Die Stadt liegt auf einer Halbinsel am Niger, die beim hohen Wasserstand (wie jetzt noch im Januar) zu einer Insel wird. Die Moschee ist das weltgrößte Lehmbauwerk und wurde 1907 wieder nach dem alten Vorbild aus dem 14. Jh. aufgebaut. Djenné "boomte" vor allem im 15. und 16. Jahrhundert. Das Ensemble mit der gewaltigen Moschee und der noch intakten, mittelalterlichen Altstadt ganz aus Lehm gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wir bewundern Häuser einst reicher Bürger mit prächtigen Fassaden, die aus dem 16. Jhdt. stammen. Aufgrund der Daten des Festivals kommen wir nicht am Tag des großen und bunten Montagsmarktes nach Djenné und haben so mehr Zeit für die Altstadt, und dies ganz ohne Trubel und Hektik.
Am frühen Nachmittag verlassen wir Djenné wieder mit der Fähre und fahren zurück nach Sevaré; von dort aus geht es gut 60 km auf einer Asphaltstraße nach Bandiagara, dem Verwaltungsort des Dogonlandes. Abendessen und Übernachtung im Hotel "Toguna" mit einfachen Bungalows und einer "Toguna", unter dessen Dach gegessen wird.

11. Tag / 13.01.: Dogonland (ca. 90 km)

Wir fahren auf einer Piste zunächst 44 km nach Sangha. Der alte Ort mit seinen Viertel Ober- und Unter-Ogul ist sehenswert, aber leider touristisch recht verdorben. Wir fahren deshalb weiter auf der Naturstraße, die sich in engen Kehren den Steilabfall der "Falaise" hinunter schlängelt und grandiose Blicke auf das Dorf Ireli mit seinen Häusern und Speichern bietet; hoch oben in der Felswand befinden sich Speicher und Grabstätten der Tellems, den Vorgängern der Dogon.
Wir fahren durch Flußbetten und entlang der "Falaise", der Steilwand, mit hoch aufgetürmten, wohnzimmergroßen Felsbrocken an den Hängen. Es geht vorbei an Dörfern, deren Häuser und Speicher wie Adlernester an den Felsen kleben: Koudou, Iri und Neni. Diesem Dorf wollen wir einen Besuch abstatten. Nach dem Mittagessen fahren wir etwa 15 km weiter bis Yendouma. Große Baobabs (Affenbrotbäume) ragen aus der Ebene, in der vor allem Hirse angebaut wird.
Nachmittags gehen wir von Yendouma zum hoch gelegenen Bergdorf Yendouma Ato, das als schönstes überhaupt gilt - und doch sind hier kaum Touristen. Dicht gedrängt "kleben" Speicher auf isolierten Felsen, hier wurde jeder Quadratzentimeter Raum auch für Wohnhäuser genutzt, die teilweise wie Adlernester an die Felswand gebaut sind.
Nach etwa zwei Stunden sind wir wieder in Yendouma, fahren durch die sandige Ebene zum gegenüberliegenden Bergplateau, an dessen Fuß sich ein Camp-Platz befindet (einfache Toiletten und Waschgelegenheiten).

12. Tag / 14.01.: Dogonland - Koro (ca. 120 km)

Die Piste führt zwischen Sanddünen und dem Steilabfall der Felswand entlang; dann fahren wir in die sandige Ebene südöstlich und passieren nach den Dörfern auf dem Plateau und an der Felswand Siedlungen in der Ebene, so wie Madugu mit einem schönen Toguna, das mit seinem hohen Strohdach auf alten, reich beschnitzten Pfeilern ruht und in dessen Innern tagsüber immer Alte ruhen und palavern. Hier in der Ebene sind kaum Touristen unterwegs.
Wir erreichen das Dorf Koporokendié-Na und fahren weitere 50 km östlich nach Koro; dort endet das Dogonland im Südosten. In der Gegend richten wir unser Camp ein.

13. Tag / 15.01.: Koro - Camp Egef (370 km)

Wir folgen der "Route de Poisson" (Fischroute), die von Mopti nach Ouagadougou führt. Bald erreichen wir die Grenze von Burkina Faso und 90 km hinter Koro Ouahigouya im Nordwesten des sympathischen Landes. Die viertgrößte Stadt des Landes hat keine besondere Atmosphäre; sehenswert sind der Markt und das Haus des Naba Kano aus der Zeit des Yatenga-Königreiches.
Wir fahren weiter auf guten Pisten östlich nach Djibo und weitere 90 km nach Aribinda; der Ort wird von großen, oft kugelrunden Granitfelsen überragt. Von hier aus geht es auf sandiger, schmaler Piste rund 80 km gen Norden; die Sahara ist nah. Wir kommen zum Camp "Egef", das bedeutet Sanddüne in tamaschek, der Sprache der Tuareg. Rissa ag Agali hat in der Gegend schon als Junge Kamele gehütet, es ist das Weideland seiner Familie. Wir genießen hier die Stille, den Sternenhimmel und natürlich auch ein gutes Essen am Feuer.

14. Tag / 16.01.: Camp Egef - Dori (120 km)

Nach dem gestrigen längeren Fahrtag können wir uns den ganzen Vormittag im Camp Egef und der Umgebung erholen. Der Platz seines Camps ist ideal: in sandiger Weite stehen einige Bäume, dazwischen etwa ein Dutzend geräumiger Tuareg-Basthütten mit Feldbetten und Matratzen. Man blickt hinunter auf einen Trockenfluß (Wadi), das U-förmig den Platz umgrenzt.
Durch schöne Sahel-Landschaft erreichen wir den Marktort Gorom-Gorom und dann Provinzort Dori mit einem größeren Markt. Je nach der Verfügbarkeit essen und übernachten wir in einem lokalen Hotel beim Markt (kleine Bungalows, Moskitonetze, Gemeinschaftstoilette) oder in klimatisierten Zimmern eines anderen Hotels. Die Zimmer sind sauber.

15. Tag / 17.01.: Dori - Niamey (270 km)

Wir verlassen Dori nach Osten, passieren die Grenze und erreichen bei Téra die Asphaltstraße. Den Niger-Fluß überqueren wir nach Farié mit einer Fähre. Von Farié sind es noch gut 60 km nach Niamey. Wir biegen aber etwa 10 km vorher ab und installieren uns in einem kleinen Hotel direkt am Fluß; Abendessen unter Mango-Bäumen.

16. Tag / 18.01.: Giraffen-Safari, Niamey (ca. 170 km)

Wir können heute später und geruhsam frühstücken. Möglichkeit einer Bootsfahrt zu nahen Hippos (fakultativ).
Dann passieren wir Niamey und fahren nach Südosten in Richtung Dosso. Nach etwa 70 Kilometern sehen wir ein großes Schild, das auf die Giraffen hinweist. Mit über 120 Köpfen lebt hier die größte Giraffenherde Westafrikas. Und das nicht einem Nationalpark, sondern als "Nachbarn". Durch diese gegenseitige Freundlichkeit können wir die sanften, neugierigen Riesen meist aus nächster Nähe beobachten. Natürlich nicht alle 120, sondern kleinere Gruppen. Picknick im Busch.
Am frühen Nachmittag fahren wir nach Niamey zurück und besuchen wir das Nationalmuseum. In verschiedenen Pavillons sind Exponate zur Vorgeschichte und über Felsbilder, zu Kulturen mit ihren Wohnformen und Kleidung zu sehen. Sehr interessant sind Kunsthandwerker, denen wir bei der Arbeit zusehen können (vor allem Silberschmiede) mit einer Verkaufs-Ausstellung. Sonnenuntergang-Drink (nicht im Preis enthalten) auf der Terasse des "Grand Hotel" am Niger-Fluß.
Abschieds-Abendessen und Möglichkeit zum Duschen in einem Hotel.

17. Tag / 19.01.: Niamey - Frankfurt

Nach Mitternacht Fahrt zum Flughafen. Abflug um 03.35 Uhr von Niamey nach Casablanca; dort Ankunft um 07.30 Uhr. Weiterflug um 08.30 Uhr, Ankunft in Frankfurt um 13.05 Uhr (Flugplanänderungen wie immer vorbehalten).

 

Teilnehmer: 7 - 12

Termine:

03.01.-19.01.2006 / 2650.00€
Basispreis: 2.650€
Einzelzimmer/-zelt: +100€

Leistungen: Linienflüge Frankfurt - Niamey; Programm mit voller Verpflegung, Eintrittsgelder, genannte Hotelübernachtungen, Visabeschaffung durch OASE REISEN; deutsche Reiseleitung.

Nebenkosten: Visakosten (Niger: 100, Mali: 35, Burkina Faso: 16 Euro); Bahnanreise nach Frankfurt-Flughafen (70 Euro für alle Strecken), Versicherungen, Trinkgelder.

Verlängerung

Markt von Ayorou, W-Park, am Niger

Mittwoch, 16. Tag: Niamey

In der Nacht zum Donnerstag fliegen die TeilnehmerInnen der Basisreise zurück. Übernachtung in einem klimatisierten Hotel am Niger-Fluß.

17. Tag: Zum W-Nationalpark (180 km)

Fahrt durch schönen Busch mit vielen Dum-Palmen über die alte Stadt Say am Niger-Fluß mit ihrer islamischen Universität (55 km von Niamey), weiter auf einer guten Piste zum W-Nationalpark. Abendessen (Spezialität: Perlhuhn der Gegend) und Übernachtung im Hotel La Tapoa am Parkeingang mit dem Flair eines kleinen afrikanischen Dorfes (hier leben Ranger mit ihren Familien in Rundhütten). Der neuere Teil des Tapoa-Hotels besteht aus klimatisierten Reihen-Bungalows. Spektakulär ist die Lage des Hotels am Rand einer Granitschlucht im Busch.

18. Tag: W-Nationalpark

Die Grenzen wurden bereits 1926 abgesteckt; der drei Länder-Nationalpark wird im Norden durch den Niger-Fluß begrenzt. Dort hat er sich W-förmig durch Granitberge gesägt - daher der Name. Auf Niger entfallen 220.000 ha, auf Benin 502.000 ha, auf Burkina Faso 350.000 ha. In dem Gebiet leben ca. 500 Elefanten, Büffel, Löwen, Geparden, Krokodile, Antilopen, Warzenschweine, diverse Affenarten und weitere Säugetiere. Über 300 Vogel- und 450 Pflanzenarten wurden bestimmt. Man bekommt hier Tiere nicht so leicht zu sehen und auf dem "Silberteller" präsentiert wie z.B. in Namibia oder Südafrika - dafür bietet sich hier noch unverfälschte Wildnis. Auf Elefanten (meist gleich am Tapoa-Fluß hinter dem Parkeingang) und Antilopen wird man jedoch fast immer treffen.
Die meisten Pisten im Park sind derzeit auch mit Geländewagen kaum befahrbar. Die einigermaßen instand gehaltenen Hauptpisten führen 23 km nach Osten an das W des Niger (Camp von Nigercar, auch Mittagessen) und nach 27 km gen Süden die nächsten 50 km entlang des Mékrou, dem Grenzfluß nach Benin.
Abendessen und zweite Übernachtung im Hotel La Tapoa.

19. Tag: W-Nationalpark - Niamey - Relais Kanazi (190 km)

Am Vormittag Rückfahrt nach Niamey; wir empfehlen einen ausführlichen Besuch des Museums. In Pavillons sind interessante Exponate zur Frühgeschichte (Felsbilder) und der verschiedenen Ethnien des Landes; auch ein nachgebildetes Dinosaurier-Skelett von Marendet südlich von Agadez ist interessant. Sie können Kunsthandwerkern bei der Arbeit zusehen und dort auch gleich Silberschmuck zu fairen Preisen kaufen.
Nach einem Mittagessen in Niamey (z.B. im Damsi in Flußnähe) fahren wir noch etwa 10 km entlang des Niger zum Relais Kanazi. Die kleine, neuere Lodge direkt am Niger haben wir meist nur für uns. Das "Buschhotel" verfügt über 7 Zimmer, davon 5 in jeweils einem strohgedeckten kleinen Bungalow.

20. Tag: Relais Kanazi - Ayorou - Relais Kanazi (400 km)

Es geht entlang des Niger- Flusses durch schöne, weite Sahellandschaft über den Ort Tillabéry in das ebenso träge große Lehmdorf Ayorou, das immer am Wochenende aus seiner Lethargie erwacht: zum berühmten Sonntagsmarkt kommen viele schon am Vortag; ab Sonntag Mitttag erreicht der Markt dann seine maximale "ethnische Dichte".
Auf dem Markt dominieren vor allem Tuareg und ihre ehemaligen Sklaven, die Bella; ihre Frauen haben schöne Zöpfe, schmücken ihr Haar mit Silbermünzen und Kaurimuscheln. Auf dem Markt sehen wir auch das berühmte Steinsalz von Taoudeni/Mali, das mit Karawanen nach Timbuktu transportiert wurde. Abseits ist der ebenso lebendige Viehmarkt; viele Nomaden sind schon vor mehreren Tagen zum Markt aufgebrochen.
Am Nachmittag fahren wir im Geländewagen auf guter Straße nach Süden.
Abendessen, vielleicht ein kühles Bier, und erste Übernachtung im "Relais Kanazi". Wer möchte, kann auch draußen unter einem der Mangobäume am Fluß schlafen, natürlich unter dem Moskitozelt.

21. - 22. Tag: Relais Kanazi

Sie frühstücken direkt am Fluß - besser kann der Tag kaum beginnen. Mit einer hauseigenen Piroge können Ausflüge unternommen werden - zum Beispiel zu einer Großfamilie von Hippos (Flußpferden), die sich meist auf der anderen Flußseite aufhalten. Die (geringen) Kosten für diese Ausflüge sind vor Ort auszumachen. Vor allem aber lädt die Ruhe am still dahinströmenden Fluß zum Nichtstun, zum Lesen und zu Gesprächen ein. Die freundlichen Mitarbeiter bemühen sich, Ihnen jeden Wunsch zu erfüllen.

23. - 24. Tag: Niamey,Rückreise

Fahrt nach Niamey (Möglichkeit zum Kauf von Mitbringseln), Mittagessen. Siesta und später Abschiedsessen in unserem Dorf. Gegen Mitternacht zum Flughafen und Rückflug (Zeiten s. 17. Tag der Basisreise).

Preis pro Person bei

2 Teiln.

750 Euro

3 - 4 Teiln.

650 Euro

5 - 6 Teiln.

580 Euro

Einzelzimmer-/hütte/-zelt: + 90 €

Leistungen: alle Fahrten und Übernachtungen wie angegeben; Frühstück und Abendessen, lokale, englisch oder deutsch sprechende Reisebegleitung.

Nebenkosten: Flug, Mittagessen, Trinkgelder, persönliche Ausgaben.

 

Diese Reise wird von Oase Reisen veranstaltet.

 

 

 
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